Schwarze Heide überzeugt beim Schniewind-Preis

In der Landesliga zieht die Clubmannschaft des GC Schwarze Heide einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze. Die Kirchhellener konnten am Sonntag auch beim jährlichen Willy Schniewind-Mannschaftspreis ihre gute Verfassung unter Beweis stellen. Als Außenseiter angetreten verblüfften die Spieler um Kapitän Felix Duden die Konkurrenz und verloren das Rennen um den Aufstieg in die 2. Liga erst im Stechen.

 

„Was den Handicap-Schnitt angeht, waren wir an diesem Tag das zweitschwächste Team“, erklärte Felix Duden nach einem langen Golftag auf der Anlage des GC Unna-Fröndenberg. Kirchhellens Kapitän sah im Auftritt seiner Mannschaft eine Fortsetzung der Glanzleistungen in der Landesliga: „Vielleicht fehlte uns das absolute Topergebnis, aber wir haben uns als Team präsentiert und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert.“ Nach der ersten Runde am Morgen lagen die Kirchhellener tatsächlich ganz eng beieinander. Matthias Koch und Daniel Rösner kamen am besten mit den Bedingungen des landschaftlich schön gelegenen Platzes mit seinen breiten Fairways und schwierigen Grüns zurecht. Beide beendeten ihre Runde mit 77 Schlägen. Lucas Goriwoda, Felix Duden und Alexander Kuhn spielten jeweils eine 80. Das Ergebnis von Justin Weidemann (81) ging nicht in die Gesamtwertung ein. „Daran kann man ablesen, wie ausgeglichen gut wir gespielt haben. In jedem anderen Team wäre er damit in der Wertung gewesen“, relativierte Duden das Streichergebnis von Weidemann. In der Addition notierten die Kirchhellener 34 Schläge über Par und damit hinter dem GC Castrop-Rauxel (15) das zweitbeste Ergebnis des Tages. Für beide ging es ins Matchplay-Finale um den Aufstieg, während die vier weiteren Teams der Liga in Überkreuzspielen den Absteiger unter sich ausmachten.

 

Die sechs Kirchhellener boten dem nominell deutlich stärkeren Gegner einen heißen Kampf, der überraschend aber nicht unverdient mit einem 3:3-Unentschieden endete. Ein Stechen musste über die Meisterschaft und den Aufstieg entscheiden. Matthias Koch stellte sich dem Vergleich mit Greta Völker. Die College-Spielerin mit einem Ausnahme-Handicap von +4,1 setzte sich nach einem Fehler von Koch gleich am ersten Loch durch.

Enttäuscht war deshalb aber kein Kirchhellener. „Wir sind Zweiter geworden, haben die große Überraschung nur um Haaresbreite verpasst. So abzuschneiden, müssen wir alle als großen Erfolg werten“, erklärte Felix Duden.

 

Felix Hoffmann